#rp14 speaker: Morgan Marquis-Boire – Fear and Loathing on the Internet

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Morgan Marquis-Boire

Wenn Morgan Marquis-Boire sich INTO THE WILD begibt, ist das keine Flucht – es ist ein Angriff! Marquis-Boire ist Headhunter - ein Jäger im digitalen Zeitalter.

Sein Ziel ist es, Cyberangriffe auf spezielle Risikogruppen wie JournalistInnen, DissidentInnen und AktivistInnen zu verfolgen und zu verhindern. In Ländern wie Marokko, Lybien, Syrien, Iran und Bahrain, wo während des "Arabischen Frühlings" AktivistInnen im digitalen Sperrfeuer autoritärer Regime standen, kann dieses Engagement Leben retten. Schritt für Schritt analysiert Morgan die Attacken und spürt deren Urheber auf. So hat er beispielsweise auf die syrische Opposition angesetzte Malware durchleuchtet und die Verbreitung der Spionagesoftware FinFisher (Made in Germany) untersucht. Die Bedrohungslage ist ernst - nicht umsonst warnt Morgan vor einer neuen Phase der globalen, digitalen Proliferation.

Wie moderne Spähpogramme angelegt sind, welche Narrative von Seiten der Politik und Industrie zur Rechtfertigung verwendet werden und wie das Netz und seine Verteidiger bessere Tools dagegen entwickeln können, davon handelt Morgans Talk "Fear and Loathing on the Internet: The Surveillance Landscape and Coercion Resistant Design".

Als Researcher und Technical-Adviser am  Citizen Lab in Totonto befasst sich Morgan mit internationalen Bedrohungsanalysen und Sicherheitsroutinen. Darüber hinaus arbeitet er als Security Engineer für Google und engagiert sich u.a. für die Electronic Frontier Foundation.

Wir freuen uns auf Morgan Marquis-Boire und seine Erfahrungen aus erster Hand - sicher ein beunruhigender Talk auf der #rp14 - in einer Zeit, in der Kriege im Digitalen geführt werden und Demokratiebewegungen durch Überwachung und Kontrolle erstickt werden.

Foto: Mike Wiacek

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