#rp14 speaker: Sarah Spiekermann - Die ethische Maschine

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Sarah Spiekermann

Was verrät der Einsatz von Nacktscannern eigentlich über unser ethisches Bewusstsein? Wann verwandelt sich die Automatisierung am Arbeitsplatz vom Segen in einen Fluch? Und wie creepy ist es eigentlich, wenn Internetgiganten wie Google oder Amazon unser persönliches Nutzungsverhalten für "Behavioural Advertising" verwenden?

Lange haben wir digitale Technologien und ihr großes Potential zur Entlastung und Emanzipation des Menschen gefeiert. Doch im Tauziehen zwischen Technologiebegeisterung und digitaler Entmündigung verschieben sich die Kräfte zusehends. Sarah Spiekermann beobachtet diese Entwicklung aufmerksam und plädiert für eine Gesellschaft, die den Nutzen von Technologie mit dem Wunsch nach Privatsphäre vereint.

Als Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien leitet Sarah Spiekermann das Institut für BWL und Wirtschaftsinformatik und forscht seit 10 Jahren zu sozialen Fragen der Internetökonomie und Technikgestaltung. Ihre Expertise ist auch als Beraterin bei der EU-Kommission und OECD gefragt wenn es darum geht, Fragen zur Technologieabschätzung und zum Datenschutz zu beantworten.

Der breiteren Öffentlichkeit, zumindest in Österreich, dürfte Spiekermann als Autorin des Blogs „Die ethische Maschine“, bekannt sein. Dort schildert sie regelmäßig ihre persönlichen Erfahrungen im Bereich Technikpaternalismus und entwickelt eine Zukunftsvision der Informatik, die mit dem ethischen Grundgerüst des Menschen vereinbar ist. Die Fragen, die sie stellt, berühren unsere Erwartungshaltungen im Umgang mit Technologien, die Rolle der Entwickler und die Gestaltungsmöglichkeiten der Politik.     

Die re:publica mag für Sarah Spiekermann neu sein - Berlin ist es ganz und gar nicht. An der Humboldt Universität begann ihre akademische Karriere und war mehrere Jahre am Berliner Forschungszentrum für Internetökonomie der HU tätig.

Foto: Stefan Krempl
 

 

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