#rp14 Workshop: Hashtags & Politics – Digitales zur Europawahl 2014

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OpenStreetMap of Europe

Längst haben EU-PolitikerInnen das Netz für sich entdeckt und nutzen fleißig verschiedenste digitale Plattformen, um ihre Wählerschaft zu erreichen. Ganze Institutionen und Organisationseinheiten beschäftigen mittlerweile komplette Teams für diese Aufgabe. Sich im Wettbewerb der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie durchzusetzen, ist aber gar nicht so einfach. Das weiß auch das Europäische Parlament und setzt zunehmend auf soziale Medien und Online-Kampagnen zur Mobilisierung.

Im Spannungsfeld von Infotainment und politischer Kommunikation sollen die BürgerInnen der EU über die Arbeit des Parlaments informiert und zur Partizipation motiviert werden. An Herausforderungen mangelt es dabei nicht: Fast schon babylonisch anmutende Sprachenvielfalt, unterschiedlichste kulturelle Temperamente, die oft beschworene Politikmüdigkeit und schlimmstenfalls fiese Trollkampagnen erklärter Europa-Gegner gilt es zu überwinden. Dabei hätte es das EU-Parlament - die weltweit einzige direkt gewählte supranationale Institution - tatsächlich verdient, dass wir ihm etwas mehr von unserer kostbaren Aufmerksamkeit schenken. Trotzdem hat das Parlament seit langem ein Wahrnehmungsproblem und leidet unter sinkender Wahlbeteiligung.

Und hier kommt wieder die „NetzbewohnerInnen“ ins Spiel. Denn gerade die Themen, die im Netz besonders heiß diskutiert werden, u.a. Netzneutralität, Urheberrechte, Freihandelsabkommen wie TTIP und Vorratsdatenspeicherung werden im kommenden EU-Parlament maßgeblich mitentschieden.

Auf der re:publica soll es in einem speziellen Workshop – Hashtags & Politics: Europawahl 2014 -  darum gehen, einen Überblick über die Online-Angebote zur EU und zur Europawahl zu bekommen. Es wird diskutiert, wie das Angebot ausgebaut und wie eine gemeinsame Strategie entwickelt werden kann, damit der „Hashtag Politik“ besser funktioniert.
Ihr könnt jetzt schon mitdiskutieren via @EPinDeutschland und @Europarl_DE und auch das Social Media Toolkit zur Europawahl nutzen.

 

Foto: CC BY-SA 2.0 Eric Fisher