Wenn der Kühlschrank twittert: Das Zusammenspiel von Haushaltsgeräten in unserer vernetzten Welt

Science & Technology
Mittwoch, 7. Mai 2014 -
11:15 bis 11:45
stage 5
Fortgeschrittene
Deutsch
Vortrag

Kurzthese: 

2015 wird es weltweit rund 15 Milliarden intelligente, miteinander vernetzte Geräte geben. Kühlschrank, Kaffeemaschine, Smartwatch, Audioanlage, Waschmaschine und Zahnbürsten alle werden online sein, dort miteinander kommunizieren und dabei bestehende Online-Dienste und Plattformen wie z.B. Twitter nutzen. Das bringt viele Veränderungen mit sich. Zum einen sind plötzlich nicht nur Menschen, sondern auch Geräte auf den Plattformen aktiv, zum anderen werden im Kontext des „Internet der Dinge“ neue Services und Dienstleistungen entstehen – insbesondere im Smart Home Umfeld.

Beschreibung: 

Längst leiten Navigationssysteme ihre Fahrer nicht nur zu einer gewünschten Adresse, sondern liefern wertvolle Verkehrsinformationen in Echtzeit. Damit das funktioniert, kommunizieren Geräte untereinander und greifen auf Informationen in der Cloud zu. So ist es auch keine Utopie, sondern nur eine Frage der Zeit, bis bei einem Verkehrsunfall wichtige Informationen über das Fahrzeug direkt an die Notrufleitzentrale übermittelt werden – von der genauen Position bis zu Schäden an der Karosserie zu den Airbags. Ganze Industrien beschäftigen sich seit geraumer Zeit damit, welche Konsequenzen diese Art von Informationsaustausch unter Geräten und Services für sie hat,– und dass nicht zuletzt, weil Forschungseinrichtungen wie das Marktforschungsinstituts IDC prognostizieren, dass es 2015 weltweit rund 15 Milliarden intelligente, miteinander vernetzte Geräte geben wird.

Bisher kommunizieren Geräte, Sensoren und Maschinen u.a. über die Mobilfunknetze oder das Internet. Was wäre, wenn Internetplattformen wie Twitter oder Facebook Orte sind, wo in naher Zukunft nicht nur eine Vernetzung von Menschen, sondern auch von Geräten stattfindet? Ein Vorteil liegt auf der Hand: Die zahlreichen Plattformen und Prozesse sowie Tools sind verfügbar, erprobt und stellen bereits Standards dar. 

Ein Beispiel: Ein smarter Kühlschrank verschickt einmal pro Tag einen Tweet mit seinem Stromverbrauch. Mithilfe eines Monitoringtools können diese Tweets ausgewertet und analysiert werden. Wenn diese Informationen nicht nur von einem, sondern von 1.000 Kühlschränken gleichen Modells vorliegen, können die tatsächlichen Verbrauchswerte mit den Angaben der Hersteller verglichen werden. 

Dem Kunden stehen plötzlich Verbrauchs- und Verbraucherinformation zur Verfügung, auf die er vorher keinen Zugriff hatte. Aus der Sicht der Gerätehersteller besteht die Möglichkeit, mit einem geringen finanziellen Aufwand, neue Angebote für z. B. unsere Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine, Leuchten und Kühlschränke zu entwickeln und darüber hinaus mit den Kunden über die Internetplattformen in Kontakt zu kommen. In unserer Session möchten wir zeigen, welche Chancen sich aus einer zunehmenden Vernetzung und Kommunikation von Geräten untereinander und mit den Kunden ergeben und welche Services rund um das intelligent vernetzte Haus heute schon möglich sind.

Videoaufzeichnung: 

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